EINZIGARTIGER AGROFORST KAKAO

Eine ausgelaugte Kaffeplanatage wiederbelebt als Kakao-Waldgarten

Vor etwas mehr als einem Jahrzehnt erwarben Beronica und Lorenzo eine alte und ausgelaugte Kaffeeplantage im Zentrum Guatemalas. Dort begannen sie die gesamte Plantage aufzuforsten und innerhalb eines Agroforstsystems den Criollo-Kakao zu rekultivieren und somit vor dem Aussterben zu bewahren. Heutzutage wird die gesamte Farm von einem eigenen Wasserkraftwerk betrieben und ist dadurch autark.

Die Farmbesitzer Beronica und Lorenzo sind Kakaobauern aus Leidenschaft

Durch Agroforstsysteme und umweltfreundliche Landwirtschaft wird mehr Wasser in den Böden gespeichert, Erosionen werden vermieden und es bildet sich ein günstiges Mikroklima für den empfindlichen Criollo-Kakao.

Bei diesem handelt es sich um die ursprüngliche Kakaosorte Zentralamerikas, die aufgrund von kleineren Erträgen und ihrer Empfindlichkeit in den letzten Jahren fast vollständig verdrängt wurde.

Da der Kakao kreuzbestäubt wird, können in einer Kakaofrucht die Bohnen bis zu 30 verschiedene Väter haben. Wenn sich nun mehrere Kakaosorten in der näheren Umgebung befinden, bilden sich sehr schnell Hybride und die Criollo-Genetik verringert sich.

Ihre Passion gilt dem Schutz des bedrohten Criollo-Kakaos

Ein echter Criollo-Kakao enthält nur weiße Kakaobohnen, die sich nach einer kurzen Trocknungsperiode lila färben. Danach sehen sie aus, wie alle anderen Kakaobohnen. Bei den Hybridsorten und dem Forastero-Kakao dagegen, sind alle Bohnen von Anfang an lila.

Lorenzo und Beronica arbeiten systematisch daran, die Hybridsorten auszumerzen, um eine überwiegend sortenreine Kakaoproduktion zu schaffen. Dafür haben sie die Farm in Sektoren geteilt, um zu verhindern, dass sich die verschiedenen Kakaosorten weiterhin kreuzbestäuben.

Auf die heranwachsenden Kakaobäume werden Triebe der älteren Bäume, die einen hohen Anteil an weißen Bohnen in der Frucht aufweisen, aufgepfropft.

Handarbeit und Tradition prägen den Herstellungsprozess

Alle Kakaofrüchte werden per Hand geerntet und selektiert. Die Bohnen werden in und auf Bananenblättern in einem eigenen Umschichtsystem durch Eigenwärme fermentiert, danach gefühlvoll über dem Feuer geröstet und abschließend in Steinmühlen stunden- oder tagelang gemahlen.
Der gesamte Prozess der Verarbeitung, von der Frucht bis zur Schokolade, läuft auf der Farm ab. Die Bewohner aus den umliegenden Dörfern arbeiten gern für Lorenzo und Beronica.
Bei ihnen werden sie geschult und haben eine feste Arbeitsstelle.

100% Kakao – Ritual

Dieser Kakao entsteht in einem regenerativen Agroforstsystem im Herzen Guatemalas – ohne Chemikalien, ohne Pestizide, eingebettet in sein natürliches Umfeld.

Die Bohnen werden in Holzbehältern fermentiert, anschließend an der Sonne getrocknet und schonend geröstet. Die Steinmahlung ist feiner als bei zeremoniellem Kakao – dadurch löst er sich besser auf und eignet sich ideal für die tägliche Zubereitung.

Mit einem Kakaobutteranteil von ca. 53% ergibt er eine cremige, vollmundige Tasse.

Mit jedem Kauf unterstützt du den Erhalt des Waldes und regenerative Landwirtschaft vor Ort.

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